Publikation – Im Gespräch mit Rassismusbetroffenen – konkrete Beispiele aus der Romandie

von Beratungsstellen der Romandie | 22. März 2021
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Die sieben Anlaufstellen der Romandie, die auf die Beratung und Begleitung von diskriminierten Personen spezialisiert sind (darunter auch die Anlaufstelle «Respekt für alle» von Caritas Schweiz in Freiburg), veröffentlichen gemeinsam die Publikation À l’écoute des personnes confrontées au racisme (Im Gespräch mit Rassismusbetroffenen). Sie enthält Berichte von konkreten Situationen, wegen der die Beratungsstellen kontaktiert wurden, Porträts der verschiedenen Stellen und eine Analyse ihres Berufsalltags, die von einer Soziologin des Institut de sciences sociales des religions der Universität Lausanne durchgeführt wurde. Die Publikation geht von den Erfahrungen von Rassismusbetroffenen aus und gibt ihrer Wahrnehmung der Vorfälle und dem von ihnen erlittenen Leid Raum. Ziel der Publikation ist es auch, die Beratungsstellen bei potenziell betroffenen Personen bekannt zu machen.

Die auf die Beratung und Begleitung von diskriminierten Personen spezialisierten Anlaufstellen der Romandie* geben mit Unterstützung der Eidgenössischen Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) die Publikation À l’écoute des personnes confrontées au racisme (Im Gespräch mit Rassismusbetroffenen) heraus. Die von den Anlaufstellen methodisch erfassten Daten geben Aufschluss über die Realität des Rassismus in den sieben französischsprachigen Kantonen. Durch die Thematisierung dieses Phänomens, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Würde der Betroffenen bedroht, werden nicht nur Rassismusbetroffene sichtbar gemacht, sondern auch Sensibilisierungs- und Präventionsaktionen gefördert und gestärkt.

Die Publikation zeugt zudem von der abwechslungsreichen Arbeit der Beratungsstellen mit all ihren sozialen, juristischen, pädagogischen und politischen Facetten. Die Anlaufstellen beraten Rassismusbetroffene und geben ihnen die Möglichkeit, sich in einem neutralen Rahmen zu äussern. In den Anlaufstellen finden Opfer sowie Zeuginnen und Zeugen von Diskriminierung, rassistischen Handlungen und Äusserungen einen Ort, an dem sie gehört und beraten werden. Die Menschen, die die Anlaufstellen aufsuchen, erhoffen sich Anerkennung für erlittenes Unrecht, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung oder wollen eine Diskriminierung anzeigen. Aufgrund einer wissenschaftlichen Analyse der Fälle, die von den Westschweizer Beratungsstellen behandelt wurden, wurde ein Bericht über die gemeldeten Diskriminierungsvorfälle und ihre Entwicklung sowie eine Übersicht über Leistungen und Angebote erstellt.

Die Publikation richtet sich an alle, die vom Thema Rassismus betroffen sind, sowohl an die breite Öffentlichkeit als auch an Fachleute, die sich in Politik, Sozialwesen, Bildung, Gesundheit, Verwaltung, Justiz, Vereinswesen und NGOs mit theoretischen und praktischen Massnahmen gegen rassistische Diskriminierung befassen.

* Die Autorinnen und Autoren der Publikation À l’écoute des personnes confrontées au racisme:

  • Bureau cantonal pour l’Intégration des étrangers et la prévention du racisme (BCI, Waadt)
  • Bureau d’intégration des étrangers et de la lutte contre le racisme (Jura)
  • Bureau d’écoute contre le racisme de la Croix-Rouge (Wallis)
  • Centre – écoute contre le racisme (C-ECR, Genf)
  • Anlaufstelle «Respekt für alle» von Caritas Schweiz (Freiburg)
  • Service de la cohésion multiculturelle (COSM, Neuenburg)
  • Bureau lausannois pour les immigrés (BLI)



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«se respecter»
Caritas Suisse

Av. de Beauregard 10
1700 Fribourg

serespecter@caritas.ch

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In dieser Rubrik finden Sie verschiedene Dokumente, Leitfäden, didaktische Werkzeuge und Berichte von «Respekt für alle».


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